Mülltüten vermeiden

Wie selbstverständlich werden in vielen Haushalten die Mülleimer mit Tüten ausgekleidet. Egal ob diese aus Papier, Kartoffelstärke oder Plastik sind, sie brauchen viel Energie und Ressourcen in der Herstellung. Dazu kommen noch die Farbstoffe für Aufdrucke. Unzweifelhaft sind Mülltüten aus nachwachsenden Rohstoffen besser für die Umwelt als Plastiktüten. Aber „besser“ ist nicht „gut“.

Muss denn Müll wirklich in die Tüte und dann erst in die Tonne?

Ich habe Mülltüten für Rest- und Bio-Eimer abgeschafft – und vermisse sie seit dem nicht. Der Müll kommt direkt aus den Abfalleimern in die Tonnen. Den Boden vom Bio-Eimer habe ich mit Zeitungspapier ausgelegt. Damit flutscht der Biomüll anstandslos in die Tonne, der Eimer wird danach kurz mit Wasser aus dem Duschschlauch ausgespritzt und ist nach dem Trocknen wieder Einsatzbereit.

Angenommen ihr leert jeweils zwei Rest- und einen Bio-Mülleimer einmal wöchentlich, dann könnt ihr über 150 Mülltüten pro Jahr vermeiden. Macht mit!

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6 Gedanken zu „Mülltüten vermeiden

  1. Pingback: Müll reduzieren in der Küche Teil 3. | widerstandistzweckmaessig

  2. Pingback: Einfach Papiermüll drastisch reduzieren | Hundertsand

  3. majorneryz

    Ich finde diesen Ansatz wirklich super. Ehrlich gesagt würde ich auch gern von den Mülltüten weg, aber ich find keine gute Methode, um sie zu ersetzen. Zunächst einmal muss bei uns (Mehrfamilienhaus) der Müll unten in die großen Mülltonnen geworfen werden, und dazu muss er in einer Mülltüte sein. Das ist so Vorschrift.
    Bisher verwende ich dazu die Tüten, die ich auf dem Markt bekomme, und in die die Marktleute das Obst und Gemüse einpacken. Normalerweise würde ich ja Stofftüten zum Markt mitbringen, aber ich nehm die 2-3 Plastiktüten, um damit meinen Müll zu „bestreiten“ (denn Mülltüten kaufen will ich nicht). Demnächst werden die Plastiktüten hier verboten (was ich sehr gut finde) – aber was dann mit meinem Müll 😦
    Ich werd dann vermutlich doch die bio-Mülltüten kaufen, es sei denn, ich finde das super tolle System, mit dem dann auch die Müllverwaltung meiner Vermieter ok ist.
    Das System „Restmüll in den mit Zeitungspapier ausgekleideten Mülleimer“ kenne ich aus meiner Kindheit, und habe widerwärtigste Erinnerungen daran. Bzw. an den sich unweigerlich unten ansammelnden „Belag“ aus aufgeweichtem und wieder angebapptem Zeitungspapier, der alle paar Monate mit heissem Wasser und Spüli aufgeweicht und ins Klo entsorgt wurde …. Brrrr dahin will ich wirklich auf keinen Fall wieder zurück, ganz sicher nicht.
    Die Lösung ist einfach Müllvermeidung, aber leider klappt es nicht so, wie ich das will 😦
    Ich les mich durch alles hier mal durch, Deine Lösungsansätze finde ich toll!

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    1. Martin Autor

      Ich finde es super, dass Du von den Mülltüten weg möchtest. Im Mehrfamilienhaus ist es leider Usus, dass der Müll in Plastik verpackt sein muss. Teilweise verständlich aus Vermietersicht – ich bin gespannt, ob Du mit Deinem Vermieter einen besseren Weg finden kannst! Was den Bio-Müll angeht, das Zeitungspapier flutscht bei mir bisher anstandslos mit in den Bio-Mülleimer – der kurz in der Dusche ausgespült wird und den restlichen Tag dort trocknen darf. Viel Plastikmüll fällt beim Einkauf in (Bio-)Supermärkten an, denn leider muss dort viel loses Gemüse und Obst in Plastiktüten verpacken werden. Die Inhaber haben angst, dass jemand in undurchsichtigen Papiertüten teures Gut aus dem Laden schmuggelt. Die Plastiktüten wasche ich zuhause kurz aus und verwende sie bis sie kaputt gehen. Teilweise nehme ich sie wieder in den Laden mit und überklebe das alte Etikett mit dem Neuen.

      Viel Erfolg bei der Müllvermeidung!
      Martin

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  4. majorneryz

    Danke Dir 🙂
    Biomüll haben wir hier gar nicht (also keine braune Tonne oder Kompost etc.). Das wandert alles in den Restmüll. Erinnerungen aus Studienzeiten mit im WG-Zimmer gezüchtetem Biomüll (Sommer, 34°C…) haben mich dazu veranlasst, das nie wieder zu versuchen ^^ es war einfach zu grausig, was dabei herauskam. Aber wenn man einen Garten hat und dort einen Komposthaufen, dann ist das einfach toll. Und es riecht echt nach nichts.
    Hier bei mir ist es nicht mal der Vermieter, der die Mülltüten verlangt – sondern die Müllabfuhr. Die tragen nämlich die Tonnen nicht raus, sondern nehmen einen Müllsack nach dem anderen raus.
    Ich denke, wenn ich die kleinen Plastiktüten nicht mehr auf dem Markt bekomme, werd ich auf Biotüten umsteigen, also die von allein zerfallen nach kurzer Zeit. Hab ich im DM gesehen, dass es die gibt (zu horrenden Preisen). Was anderes wird hier vor Ort wohl bis auf weiteres nicht möglich sein.
    Und konsequent Müllvermeidung betreiben, das werd ich auch.
    Man muss dem Zeug doch irgendwie beikommen! Wenn ich lese, dass im Pazifik ein Kontinent aus Müll in der Größe von Europa rumschwimmt, wirds mir echt ganz anders 😦

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  5. Pingback: Achtsames Wegwerfen | Hundertsand

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