Hilfreiches Zitat zum Corona-Ausnahmezustand

Die Corona-Aufgeregtheit und Kriegsrhetorik in Politik und Medien hält die Welt im Ausnahmezustand gefangen.

Angesichts der großen Unsicherheit und eigenen Machtlosigkeit kann ich mich durch dieses Zitat von Thomas Merton immer wieder erden – vielleicht resoniert es auch bei Dir:

You do not need to know precisely what is happening, or exactly where it is all going. What you need is to recognize the possibilities and challenges offered by the present moment, and to embrace them with courage, faith, and hope.

Thomas Merton

In Gesprächen merke ich, wie ich schnell dabei bin, meine Fakten und Hypothesen aufzutischen und gegen die Fakten und Hypothesen derjenigen zu stellen, die nicht meiner Meinung sind. Diese Art von Gesprächen entzieht mir und dem Anderen Energie und bringt weder Verbundenheit noch Freude.

Ich sehe die Corona-Krise für mich als Chance, den Anderen so sein zu lassen in seiner Welt, ohne Verurteilung und Abwertung. Mitgefühl anzubieten – und zu schauen, dass ich in meiner Welt mit mir im reinen bin. Und mich bewusst auch aus Gesprächen heraus zu ziehen, wenn ich merke, dass sie nicht gut tun.

Pioneers of Change Online Summit – jetzt kostenfrei anmelden!

poc-2020.jpgDer neue „Pioneers of Change Online Summit“ startet ab Montag, den 18. März.  Kostenfrei, mit vielen tollen Interviews und bewegenden Impulsen. Dort können wir von über 30 Pionierinnen und Visionären lernen, wie wir heute die Welt von Morgen gestalten können.

In den Interviews geht es um:

  • Zukunftsvisionen und Systemwandel
  • Bewusstseins- & Kulturwandel
  • Aktiv werden und Alternativen entwickeln

Besonders auf das Thema „Bewusstseins- & Kulturwandel“ freue ich mich, denn damit beschäftige ich mich seit über einem einem Jahr.

Trotzen wir der Zensur!

Der Hammer ist, dass Facebook die Werbe-Postings von Pioneers of Change blockiert, weil das  Klima-Thema für sie offenbar zensierungs-würdig ist.

Sei dabei und melde Dich garantiert virenfrei an! Für jede Anmeldung über diesen Link wird ein Baum gepflanzt!

Jetzt kostenlos anmelden bei dem Pioneers of Change Online Summit!

Der Große Wandel braucht und jetzt!

Der Begriff „Große Wandel“ geht zurück auf das Buch von Joanna Macy über die Tiefenökologie. Ein sehr bewegendes und super aktuelles Buch. Dort schreibt Sie sinngemäß: 

„Es ist durchaus denkbar, dass die Menschen der Zukunft unsere Zeit den „Große Wandel“  nennen werden. Eine Zeit, in der wir den Wandel von der industriellen Wachstumsgesellschaft zu einer langfristig lebenserhaltenden Gesellschaft vollzogen haben.“ (Joanna Macy).

Für mich ist offensichtlich, dass die Menschheit vor dem größten Umbruch ihrer Geschichte steht. Und dass dieser Wandel alternativlos ist. Schaffen wir ihn nicht, dann werden die Geschichtsbücher über unsere Zeit nur wenige Kapitel haben.

Die Klimaerwärmung ist eine sich selbst beschleunigende, exponentielle Veränderung. Wir Menschen können solche Veränderungen nicht einschätzen. Wir sind durch unseren Alltag an langsame und kontinuierliche (lineare) Veränderungen gewöhnt. Deshalb glauben wir, dass wir noch richtig viel Zeit für viele kleine Schritte haben. Tatsächlich ist die Klimaveränderung schon so weit fortgeschritten, dass uns für den Großen Wandel nur noch zehn bis zwanzig Jahre bleiben.

Obwohl ich mich schon seit einigen Jahren mit dem Thema beschäftige hat es Roger Hallam in seinem YouTube-Video geschafft, mich aufzurütteln. Roger ist Mitbegründer der Extinction Rebellion. Seine Worte gingen mir ganz tief unter die Haut, er macht die Dramatik und den Zeitdruck sehr deutlich:

„Wir stehen vor der größten Katastrophe in der Menschheitsgeschichte. Demonstrationen und andere Protestformen haben es in den vergangenen 30 Jahren nicht vermocht, das aufzuhalten. Deswegen brauchen wir massenhaften zivilen Ungehorsam.“ (Roger Hallam)

Hier kannst Du sein Video anschauen (Englisch):

Es wird ungemütlich

Der Anstieg der globalen Durchschnitts-Temperatur von nur 2°C hat gravierende Folgen für die Landwirtschaft. Aktuell liegen wir bei etwa 1,1°C. In 2018 ging der Nahrungsmittel-Anbau in Nord Amerika, Europa und Russland um 20 Prozent zurück. Diese Folgen beschreibt nicht nur Roger in seinem Video, sondern auch der IPCC, der globale Klimarat. Er warnt eindringlich vor den Folgen auf die Nahrungsmittel-Versorgung – wer mag, kann diese Warnung hier nachlesen:

Langfristig wird die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmittel schwieriger. Bisher – so scheint es mir – halten Politik, Medien und Wirtschaft andere Themen für wichtiger. Wenn ich die Entscheidungen von unserer Regierung in letzter Zeit anschaue bin ich fassungslos, mit welchen belanglosen Themen sie sich beschäftigen angesichts dessen, was auf uns zukommen wird.

Was mich betroffen gemacht hat an der Aussage von Roger ist, dass die 2-Grad-Grenze, welche die Staaten im Pariser Abkommen „zugesichert“ haben, heute schon nicht mehr zu halten ist. Dieser Zug ist abgefahren. Die Menschheit müsste jetzt alles daran setzen, um wenigsten noch die „4°C-Erwärmung“ zu halten!

Es kommt leider noch dicker: Die Arktis schmilzt. Das wissen wir alle. Aus dem Fernsehen sind Bilder von kalbenden Gletschern und brennenden Wäldern in der Arktis gezeigt. Was nicht gesagt wird, ist, dass aufgrund der Eischmelze und des dadurch verändernden Salzgehalts der Ozeane es durchaus passieren kann, dass der Golf Strom seinen Dienst einstellt. Ein Dienst, dem wir unser gemäßigtes Klima in Europa verdanken. Die Eisschmelze in der Arktis ist nicht aufzuhalten. Gleichzeitig pusten wir trotz Klimavertrag mehr CO2 in die Luft als jemals zuvor. Auch dieser Zug ist also schon ohne uns abgefahren.

Es schmilz nicht nur die Arktis, auch die Gletscher in den Hochgebirgen sind ungebremst auf dem Rückzug. Die Meeresspiegel steigen – erste ufernahe Siedlungen und Inselbewohner wandern ins Landesinnere. Es drohen akute Wasserknappheiten. Das wird noch zunehmen. Dies gepaart mit Wetter-Kapriolen werden viele Menschen dazu bewegen, ihren Lebensmittelpunkt dorthin zu verlegen, wo es für sie noch angenehm ist. Flüchtlingsströme in noch nicht dagewesene Ausmaß sind die Folge. 

Als Konsequenz aus alldem werden unseren Staaten das Geld ausgehen, weil sie an zu vielen Stellen gleichzeitig „Brände löschen“ müssen. Als Konsequenz spricht Roger vom „sozialen Kollaps“, einem Zusammenbrechen unserer Gesellschaft.

Wie es dann weiter geht, darüber kann man nur spekulieren. Verteilungskämpfe um Ressourcen, Lebensmittel und Trinkwasser gepaart mit Flüchtlingsströme und zusammenbrechendem Sozialstaat klingt ungemütlich.

Und jetzt? – Mut und Tatkraft!

Es wäre ein Fehler, wenn wir uns durch diese düsteren Szenarien blockieren lassen mit der Haltung, dass wir sowieso nichts mehr machen können.

Wir sind mitten im Großen Wandel, vergessen? Bei Veränderungen ist es normal, dass eine ungemütliche und chaotische Phasen ansteht. Da, meine ich, sind wir gerade am Anfang. Diese Phase, auch „Tal der Tränen“ genannt, gilt es durchzustehen mit allem Mut, Leidenschaft und Tatkraft für unseren Planeten und alle Lebewesen. 

Unsere Zukunft auf der anderen Seite des Tals erwartet uns – wie immer sie auch aussehen mag. Diese Zukunft gestaltest auch Du mit durch Deine Entscheidungen heute und in den nächsten Jahren. 

Wichtig ist jetzt, dass wir alle aktiv werden für den Großen Wandel.

Und wie? Das musst Du für Dich selbst entscheiden. Nutze Deine Lebenszeit weise, schließe Dich mit anderen Menschen zusammen und geht gemeinsame Wandelwege. Du wirst dabei merken, wie befriedigend und sinnstiftend das für Dich auch sein wird. 

Ich selbst habe vor Jahren angefangen, mich intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen. Danach kam Beschäftigung mit Spiritualität, Umstellung auf vegane Ernährung, erlernen der Gewaltfreien Kommunikation – und die Vernetzung mit Gleichgesinnten. Beispielsweise engagiere ich mich für eine regionale Gruppe der „Pioneers of Change“  in Freiburg („Pioneers of Change Freiburg“). All das und vieles mehr hat mich auf meinem persönlichen Weg begleitet. Wie sieht wohl Dein Weg aus…?

Wieso wir ein Tempolimit brauchen

Deutschland hat als einziges Land in der EU noch kein Tempolimit auf Autobahnen. Dabei wäre das ein wichtiger Schritt für die Umwelt und uns Bürger.

Ein paar gute Gründe in Kürze:

  • Ein Tempolimit reduziert den Ausstoss von Benzin und Diesel. Auf diese Idee war übrigens Deutschland während der ersten Ölkrise im Jahr 1973 schon gekommen. Da wurde ein generelles Tempolimit von 100 km/h auch auf Autobahnen eingeführt, um Sprit zu sparen. Ganz schön klug, die Politiker damals.
  • Der Verkehrsfluss wird gleichmäßiger, wenn die Fahrzeuge durch ein Tempolimit nicht mehr so stark unterschiedlich schnell unterwegs sind. Dadurch reduzieren sich Stau und Stress.
  • Durch den ruhigeren Verkehrsfluss und die geringeren maximalen Geschwindigkeiten sinkt das Risiko für Unfälle. Die 6.000 Schwerverletzten und über 400 Todesfälle auf den Autobahnen sollten uns ein Tempolimit wert sein!
  • Die E-Automobilität profitiert von einem Tempolimit. Denn die Reichweite von Elektro-Mobilen nimmt stark ab, umso schneller sie gefahren werden. Sind größere Entfernungen zu überwinden, bleiben höhere Geschwindigkeit den Verbrennungsmotoren vorbehalten. Mit Tempolimit reduziert sich dieser Reichweiten-Nachteil. Darüber sollte sich die Industrie eigentlich freuen. 

Selbst Gegner eines Tempolimits wie der ADAC müssen knurrig zugeben, dass ein Tempolimit gut für die Umwelt sein wird:

Unter Zugrundelegung des Handbuchs für Emissionsfaktoren (HBEFA) ergibt sich bei einem Tempolimit von 130 km/h für die Pkw-Flotte des Jahres 2019 ein CO2-Einsparpotenzial in der Größenordnung von bis zu 2 Millionen Tonnen pro Jahr. (ADAC)

Die Aufregung der Auto-Lobby verstehe ich nicht. In Deutschland gibt es schon auf 30 Prozent aller Autobahnkilometern generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen. In Bremen beispielsweise gilt  generell Tempo 120. Und auf vielen anderen Autobahn-Kilometern werden durch Baustellen, Staus und überholende Lastwägen temporäre Tempolimits errichtet.

Für mich wird durch dieses politische Tempolimit-Theater wieder einmal deutlich, wie sehr die deutsche Politik von Industrie-Interessen gelenkt wird. Das Bühnenstück „Generelles Tempolimit auf Bundesautobahnen“ wird reflexartig nach kurzer Spielzeit vom Spielplan genommen.

Umso mehr hat mich der mutige Schritt von dem baden-württembergischen Verkehrsminister Winfried Hermann gefreut. Hat er doch tatsächlich gewagt, auf einer Teilstrecke der A81 „Tempo 130“ durchzusetzen. Wie nicht anders zu erwarten haben auch diesmal CDU/CSU und FDP sich sofort lautstark dagegen ausgesprochen: „Nein, in Deutschland darf es nicht noch mehr Verbote geben. Und überhaupt…“

Fazit

Ich kann keine wirklich stichhaltigen Argumente finden, die gegen ein Tempolimit sprechen. Ausser, dass für einige Mitbürger dann die Freude am Fahren etwas vergällt wird. Der Nutzen für alle überwiegt das allerdings bei Weitem. Wünschen wir also einem mutigen Minister wie Winfried Hermann viel Rückgrat und Durchhaltevermögen!

Und bis dahin halte ich es für eine gute Idee, einfach so zu tun als gäbe es schon das Tempolimit und mit 130 km/h Höchstgeschwindigkeit zu fahren.


Titelbild: PixabayCreative Commons CC0

Wie mit der Impfpflicht Grundwerte geopfert werden.

Das Kabinett hat die Impfpflicht für Masern durch gewunken. Die geplante Zwangsimpfung der Bevölkerung wird mit der Bedrohung durch Masern begründet. 400 Masernfälle soll es im ersten Halbjahr 2019 unter den 80 Millionen Bundesbürgern gegeben haben.

Zum Vergleich:

Dagegen wurden im Gesamtjahr 2018 gerade einmal 518 Masernfälle in Deutschland gemeldet. Keine Todesfälle.

Wo genau ist die Bedrohung, mit der das Gesetz gerechtfertigt wird? Wieso möchte der Staat die grundgesetzlich garantierte körperliche Unversehrtheit aushebeln?

Hier wird eine Angst geschürt, Panik gemacht. Dabei sind doch 93% der Bevölkerung geimpft, wie der Minister selbst verbreitet – diese haben von der angeblichen Gefahr durch Ungeimpfte nichts zu befürchten.

Impfkritiker werden in Medien als verantwortungslose Menschen denunziert, die ihre Kinder und die Gesellschaft gefährden. Das ist ganz üble Propaganda – und so etwas in unserem vormals toleranten Land. Dabei sind Kritiker wichtig für eine funktionierende Demokratie und durchaus respektvoll zu behandeln, auch wenn sie meistens unbequem sind. Denn sie allein setzen sich kritisch mit einem Thema auseinander, anstatt die vorherrschende Meinung unwidersprochen zu übernehmen (Lies dazu auch meinen Artikel zum Thema Impfen).

Ich vermute, dass im Laufe der nächsten Jahre auch die anderen, durch das Robert-Koch-Institut empfohlenen Impfungen zwangsverordnet werden. Indirekt sind sie das ein Stückweit schon, denn Masern-Impfstoff gibt es nur in Kombi als MMR (Masern, Mumps, Röteln)Da freut sich die Pharma-Industrie. 

Es gibt seit einiger Zeit immer wieder Schläge gegen kritische Stimmen oder Wertesysteme, die nicht zu dem vorherrschenden Werten aus Wirtschaft und Wachstum, Wissenschaft und Technologie, Demokratie und Obrigkeitsgläubigkeit passen. Hebammen werden zur Berufsaufgabe getrieben, die SPD will gegen Homöopathie vorgehen, kritischen Organisationen wie Attac wird die Gemeinnützigkeit entzogen. Die E-Mobilität wird forciert, obwohl die dort verbauten seltenen Erden bei ihrem Abbau immense Umweltschäden verursachen. Die Industrie und ihre Politiker sichern sich ihr Wirtschaftswachstum.

Mich macht ein solches Gesetz einfach nur traurig. Hier gehen Grundwerte der Bundesrepublik Deutschland über Bord.

Vielleicht irre ich mich. Hoffentlich.

Wir brauchen keine härteren Gesetze,  keine Ausgrenzung von Andersdenkenden, keine neuen Technologien, damit wir die großen Probleme unserer Zeit zu lösen. Sondern wir brauchen ein neues Bewusstsein.

Mediate Your Life – Ike Lasater am 1. Juni in Freiburg

Am 1. Juni ist Ike Lasater, der Mitgründer des GfK- basierten Mediate Your Life Programms in Freiburg und bietet einen Workshop auf Spendenbasis an.

Ike hat viele Jahre intensive Trainings von Marshall Rosenberg erhalten. Ich bin mir sicher: Das ist eine einmalige wunderbare Gelegenheit – nutzt sie!

Sprache des Workshops ist Englisch.

Wo:
Waldorfschule Sankt-Georgen Freiburg

Wann:
1. Juni, von 16:30 Uhr bis 21:30 Uhr

Kosten:
Spendenbasis

Der Wandel beginnt in uns

Viele Organisationen und Menschen bekämpfen die Symptome unserer verkorksten Weltordnung – die Umweltverschmutzung, Artensterben, Klimawandel. Das finde ich wichtig, um der Erde die Notwendige Zeit für den Großen Wandel zu verschaffen.

Die Ursache für alle diese Symptome liegt in der Haltung und Glaubenssätzen der Menschen. Beispielsweise in Wettbewerbsdenken „Wir-Gegen-Die“, Wachstums- und Leistungsdenken „Schneller-Größer-Besser“.

Dabei sind wir von Geburt an kooperative, altruistische Wesen – Wettbewerb, Karriere und Egoismus müssen wir erst lernen. Diese Glaubenssätze haben wir als kleine Kinder antrainiert bekommen, in unseren Familien, Kindergärten und Schulen. Und deshalb setzt für mich ein Wandel in unserer Gesellschaft genau hier an: An bewussten Eltern, die ihre Glaubenssätze nicht mehr ungeprüft weiter geben. An Kindergärten und Schulen, die eine andere Haltung vorleben und möglich machen.

Der Wandel beginnt in uns Erwachsenen. In unserem inneren Erleben – damit wache und mit sich verbundene Kinder eine Weltordnung schaffen können, die auf Kooperation statt Konfrontation setzt, die auf Liebe statt auf Angst gebaut ist.

Werbung in eigener Sache: Darum geht es auch in meinem Väterkurs in Freiburg – wer möchte, ist herzlich dazu eingeladen: Seminar für Starke Väter (6. Juli, Freiburg)

Hört Euch dieses Lied an – vielleicht berührt es Euch auch so wie mich. Denn es enthält so viel Wahrheit: