Archiv der Kategorie: Vegan

Frischkorn-Müsli – selbst geflockt

Ich liebe mein Morgenmüsli. Bis vor einigen Jahren griff ich noch zum Fertigmüsli aus dem Bio-Markt, dann stellte ich um auf selbst gemischtes Müsli mit frisch gequetschten Haferkörnern.

Warum das? Weil die Haferkörner aus den Fertigmüsli hitzebehandelt sind und teilweise Konservierungsstoffe enthalten. Hitzebehandelt müssen sie werden, denn die Haferkörner werden schnell ranzig, sobald sie zerkleinert sind. Laut eat-smarter.de verliert der Hafer dadurch nicht nur an Vitamingehalt, auch übersteht die Aminosäure „Lysin“ diese Hitze nicht.

Mir ist Bio-Qualität und möglichst unbehandelte Inhaltsstoffe wichtig. Viele Müsli-Mischungen werden dem nicht gerecht. Teilweise legen die aus dem Supermarkt oder Internet bezogenen Mischungen eine unsinnige Entfernung zurück – für die Umwelt alles andere als toll. Und das, obwohl die verwendeten Getreidesorten fast vor unserer Haustür wachsen.

frischkorn-müsli.png
In meiner Flockenquetsche kommt Bio-Nackthafer aus der Region – vom Thaddäus-Bioland-Hof in Kirchzarten. Das spart Verpackungsmaterial, Transportkosten, enthält keine Konservierungsstoffe, alle wertvollen Stoffe aus dem Hafer bleiben erhalten – und es fördert die regionalen Bio-Bauern. Für die Feinschmecker unter uns kann ich nur bestätigen: der frisch gequetschte Hafer schmeckt deutlich leckerer als der aus der Fertigmischung!

Wer selbst Flockenquetscher werden möchte kann unter einer Vielzahl von Modellen wählen. Ich habe mich nach Durchforstung etlicher Internet-Foren für das Tischmodell der Firma Eschenfelder entschieden. Nicht nur, weil sie mir in optisch gut gefällt. Sondern auch, weil der Hersteller auf Nachhaltigkeit wert legt und Rohstoffe aus Deutschland verarbeitet. So sind die Hölzer aus heimischen zertifiziert nachhaltigen Forstbeständen, deren Oberflächen mit Leinölfirnis (kbA) geölt und poliert wurden.

frischkorn-muehleDie Flockenquetsche wird einfach an der Tischkante fixiert und ist so leichtgängig, dass mein Sechsjähriger sie problemlos für seine eigene Müsli-Kreation bedienen kann.

Nur der Preis von 170€ hat mich zögern lassen. Wobei ich ausgerechnet habe, dass bei meinem Müsliverbrauch sich die Investition nach knapp einem Jahr amortisiert hat. Und vom „Mehr“ an Genuss gar nicht zu sprechen.

Hafer – ein Power-Nährstoff

 

Apropos wertvolle Rohstoffe – Hafer bringt nicht nur Kohlenhydraten und Eiweiße (15%) mit, sondern ist ein toller Lieferant an Nähr- und Ballaststoffen. Hafer hat einen hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren, Ballaststoffen und sogenannte „Schleimstoffe“, welche wohltuend für den Darm sind. Was Vitamine angeht versorgt uns Hafer mit einem überaus hohen Anteil an Vitamin B1, sowie B6 und E. Weiterhin ist er ein wertvoller Lieferant von Zink, Eisen, Calcium, Magnesium und Phosphor. Als ob das nicht schon gut genug wäre, kann das im Hafer enthaltene Beta-Glucan auch noch den Cholesterinspiegel senken hat positive Auswirkungen auf den Blutzuckerspiegel und wirkt vorbeugend gegen einige Formen von Krebs.

Meine Müsli-Mischung

Zu meinen frischen Haferflocken kommt eine Handvoll Haselnüsse, Rosinen und ein paar Mandeln. Dazu kommen je nach Jahreszeit kleingeschnippelte Äpfel, Bananen oder Beeren. Das ganze darf einige Minuten in heißem Wasser quellen – und wird so nicht nur schön verträglich, sondern bleibt auch vegan.

Müsli ist übrigens super gesund, nicht nur wegen dem Hafer: Die Mandeln reduzieren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und senken den Cholesterinspiegel und Blutdruck. Sie bringen ins Müsli Eiweiße, viel Folsäure, Kalium, Kalzium Eisen und Magnesium mit. Vor allem spielen sie virtuos auf der Vitamin-B-Skala (B1, B2, B3, B5, B6 und B9). Die Haselnüsse tragen darüber hinaus Vitamin A, C und E bei und erhöhen die Menge an Eisen, Natrium, Phosphor, Kalzium und Kalium.

Die Rosinen sind mein Süßungsmittel – anderen Zucker brauche ich nicht. Auch sie bringen viele wichtige Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe mit und vervollständigen die Mineralstoff-Palette mit Selen.

Fazit

  • Mit dem selbst geflockten Müsli könnt ihr die regionale Landwirtschaft fördern, Verpackung und Transportkosten sparen. Und dazu ist es auch noch um einiges gesünder Gesünder.

Lederschuhe ohne Leder. Tierleidfrei.

Wenn ich zu geschäftlichen Anlässen eine Anzugshose trage, kombiniere ich diese mit schwarzen Lederschuhen. Diese haben mir einige Jahre treue Dienste geleistet – jetzt ist Sohle eingerissen. Wer das schon einmal hatte weiss, wie unangenehm das bei Regenwetter wird: Dann sind nasse Füße angesagt.

Also mache ich mich auf, sie reparieren zu lassen. Das gestaltet sich nicht so einfach. Denn das Schuhmacherhandwerk ist ein aussterbender Beruf, da kaputte Schuhe eher weg geschmissen denn repariert werden. Mit hilfreichen Tipps von Freunden mache ich dann doch einen Schuhmacher ausfindig: In seiner düsteren Arbeitsstätte ohne Tageslicht, umgeben von alten Holzregalen voller Schuhe und Sohlen sitzt ein älterer Herr mit gebeugtem Rücken vor einer Holzwerkbank. Mit fachkundigem Blick untersucht er meine Schuhe: „Reparatur lohnt sich nicht“, diagnostiziert er. Das Leder würde auch bald  einreissen.

Jetzt müssen also neue her. Und diese sollen vegan sein. Denn auch wenn ich früher Lederschuhe gekauft habe – heute finde ich es unerträglich zu akzeptieren, dass für meine Kleidung und Schuhe Tiere unter Qual und Leid aufwachsen und getötet werden. Es geht einfach nicht, dass ich auf dem Bauernhof mit meinen Kindern die süßen Kälbchen streichle und später mit den Füßen in dessen abgezogene Haut schlüpfe. Das große Tierleid durch die Leder-Industrie ist vielen Verbrauchern gar nicht bewusst. Wer es wissen möchte, schaut bei PeTA genauer hin: leder.peta.de

In den Freiburger Läden werde ich nicht fündig. Also weiche ich ins Internet aus und erstehe mein neues Schuhpaar bei dem Online-Shop von COSMO VIVA – Schuhe für das Leben:

vegane-schuhe

Diese Schuhe sind wirklich der Hammer. Sie sehen aus wie Lederschuhe. Sie riechen nach Schuhcreme – wie Lederschuhe. Sie fühlen sich bequem an, haben Regen, Schnee, Sommerhitze und mehrere Tage Fachmesse in Köln überstanden.

Sie bestehen aus Veggie-Nappa. Das ist Viscosevlies auf Holzwolle-Basis, welcher durch eine spezielle Technik mit einem Synthetikstoff (PU) verbunden ist. Veggie-Nappa ist atmungsaktiv, weich, ähnlich dehn- und anpassungsfähig wie Leder und wirklich sehr pflegeleicht. Ich habe keine Probleme mit Wasserrändern. Zum Reinigen wische ich sie einfach mit einem feuchten Tuch ab.

Ich bin begeistert von meinen Schuhen, für die kein anderes Lebewesen leiden musste. Es kann so einfach sein! Bei COSMO VIVA gibt es neben Schuhen auch Gürtel und Handtaschen. Eine umfassende Liste weitere Online-Shops für vegane Schuhe hat TerraVeggia in seinem Blog: www.blog.terraveggia.de.

Es machen sich immer mehr Menschen Gedanken, wie sehr Tiere für Lederjacken, Ledersofas oder Schuhe leiden müssen. Und welchen hohen Umweltpreis wir alle für Leder bezahlen.

Was tun?

  • Vermeidet Lederprodukte. Es gibt so viele gute Alternativen!
  • Lest nach, was Leder für die Umwelt und die Tiere bedeutet: leder.peta.de
  • Lasst kaputte Schuhe reparieren. Das schont Ressourcen und hilft,  damit das alte Handwerk nicht ausstirbt.
  • Erzählt anderen davon – damit Leder-Alternativen sich durchsetzen.