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Wider dem sinnlosen Plastikmüll.

Mülltüten vermeiden

Wie selbstverständlich werden in vielen Haushalten die Mülleimer mit Tüten ausgekleidet. Egal ob diese aus Papier, Kartoffelstärke oder Plastik sind, sie brauchen viel Energie und Ressourcen in der Herstellung. Dazu kommen noch die Farbstoffe für Aufdrucke. Unzweifelhaft sind Mülltüten aus nachwachsenden Rohstoffen besser für die Umwelt als Plastiktüten. Aber „besser“ ist nicht „gut“.

Muss denn Müll wirklich in die Tüte und dann erst in die Tonne?

Ich habe Mülltüten für Rest- und Bio-Eimer abgeschafft – und vermisse sie seit dem nicht. Der Müll kommt direkt aus den Abfalleimern in die Tonnen. Den Boden vom Bio-Eimer habe ich mit Zeitungspapier ausgelegt. Damit flutscht der Biomüll anstandslos in die Tonne, der Eimer wird danach kurz mit Wasser aus dem Duschschlauch ausgespritzt und ist nach dem Trocknen wieder Einsatzbereit.

Angenommen ihr leert jeweils zwei Rest- und einen Bio-Mülleimer einmal wöchentlich, dann könnt ihr über 150 Mülltüten pro Jahr vermeiden. Macht mit!

Windeln umweltschonend entsorgen

Wenn Plastik aufwändig hergestellt wird einzig um damit Müll kurzzeitig einzupacken, der dann mitsamt dem umhüllenden Plastik verbrannt wird – das klingt nicht gerade nach nachhaltigem Umgang mit unserer Natur.

Liebe Eltern: Bei der Windel-Entsorgung könnt ihr etwas für die Natur tun!

Wer waschbare Windeln scheut, dem bietet die Industrie verschiedene „Windelentsorgungssysteme“, um duftende Windeln bequem los zu werden. Ich selbst habe früher einen Windeltwister von Sangenic mit Windel-Tüten-Kassette verwendet. Und bin jetzt auf einen schlichten Windeleimer ohne Tütensystem umgestiegen.

Bei dem Sangenic-Windeltwister wird jede einzelne Windel „keim- und geruchsfrei in einer angenehm duftenden Folie versiegelt“, die aus einer Nachfüllkassette gespendet wird. Diese reicht laut Hersteller für einen Monat. Deckel auf, Windel oben in einen Tütenschlauch rein stecken. Diesen verdrehen, damit ist die Windel „versiegelt“. Deckel zu. Fertig. Ist der Twister drei Jahre in Betrieb, stecken Eltern bei einem Preis von etwa 7 € pro Kassette stolze 250 Euro in den Müll.

Mit drei Jahren wiegt das Kind etwa 14 Kilo. Und der Plastikmüll für die Windelkassetten wiegt dann schon 9 Kilo. Jede Kassette trägt ihre 250 Gramm bei. Parfümiertes Plastik. Von dem Energieaufwand, dieses zu produzieren und zu transportieren ganz zu schweigen.

Es geht auch anders: Ich habe einen Windeleimer von rotho. Der schließt dicht und geruchsneutral. Die gebrauchten Windeln schmeiße ich direkt in den Eimer. Deckel auf, Windel rein, Deckel zu. Das bisschen Duft, dass dabei entweicht, stört mich nicht.

Keine überflüssigen Plastiktüten. Kein Geld in Müll gesteckt. Und den Eimer kann man ab der windelfreien Zeit weiter gut als Müll oder Putzeimer verwenden. Sehr gut für den Geldbeutel. Besser für unsere Natur.

Was tun?

  1. Einen einfachen, dicht schließenden Windeleimer kaufen ohne Plastiktüten-Kassetten-System. Ich habe mit dem von rotho gute Erfahrungen gemacht.
  2. Noch besser könnten wiederverwendbare Windeln zum Waschen sein. Damit habe ich selbst allerdings keine Erfahrung…