Archiv der Kategorie: Gesellschaft

Die Welt ist friedlicher – ohne Fernsehen!

Wenn man die Fernseh-Nachrichten anschaut, scheint klar: Die Welt ist voller tödlicher Gewalt: IS-Terror. Anschläge. Bürgerkriege. Amokläufe. Gewalt und Todschlag in den Nachrichten ebenso wie in vielen Fernsehfilmen. Sogar im Kinderprogramm wird das Böse bekämpft.

Auf Amnesty International habe ich ein wunderbares Interview gelesen mit Prof. Steven Pinker, der zu den massgeblichen Intellektuellen der USA zählt. Prof. Pinker zählt Beweise für den Rückgang von Gewalt auf mit denen er belegt, dass unsere Welt so friedlich und sicher wie noch nie in der Menschheitsgeschichte war!

Wir dürften heute in der friedlichsten Epoche leben, seit unsere Spezies existiert.(Prof. Steven Pinker)

Und dennoch – immer mehr Deutsche haben Angst um ihre Sicherheit und würden sich angeblich einen kleinen Waffenschein besorgen.

Unser Zerrbild wird gefüttert mit Meldungen aus den Medien! Schlagzeilen machen schreckliche Vorfälle. Für die Medien gibt es doch kaum etwas Besseres als etwas Schreckliches. Die Medien allerdings sind nicht „Schuld“ daran. Sondern – wie bei allem – wir Medien-Konsumenten! Solange die Medien mit den möglichst schlimmen Meldungen die höchste Aufmerksamkeit genießen, erzeugen wir damit eine auf das Negative fokussierte Berichterstattung. 

Tatsächlich ist das Risiko, eines gewaltsamen Todes zu sterben so gering wie noch nie. Und das, obwohl wir immer mehr Menschen werden. Woran liegt das? An sehr vielen Faktoren, die wichtigsten sind Demokratie, Bildung, Wissen und Handel.

Ich bin der Meinung, dass sich die Menschheit insgesamt in einem Reifeprozess befindet. Wir bewegen uns weg von dem „Klein-Klein“-Denken mit seinem Gewaltpotenzial. Und hin zu einem Empfinden als Weltbürger, als Mensch. Als Mensch egal welcher Religion oder Nationalität, haben wir alle das selbe globale Umweltproblem mit einem inzwischen so grassierendem Ausmaß, dass die Differenzen zwischen den Religionen oder Staaten, dass Streben nach Macht, Reichtum und medialer Aufmerksamkeit dagegen einfach lächerlich wirken.

Früher habe ich jeden Tag Tagesschau-Nachrichtensendungen konsumiert. Dort nimmt die Gewalt zwischen Menschengruppen einen großen Anteil ein. Und zankende Politiker. Diese Art Nachrichten erschaffen ein negatives Weltbild.

Wo ist das Schöne? Wo ist die positive Entwicklung der Menschheit – die es wirklich gibt? Was von diesen vielen Nachrichten betrifft mich wirklich persönlich?

Heute zum Beispiel auf Tagesschau.de, die Topp-News: „Türkei zieht Botschafter aus Wien ab!“ Na ja, der Botschafter wird schon irgendwo anders unterkommen. Das betrifft mich nicht persönlich.„Sarkozy will Präsident werden!“ – muss ich mir darüber Gedanken machen? In Frankreich kann ich nicht wählen. „Kämpfe in Kundus. Eine Stadt in Angst!“. Es macht mich traurig, dass die Menschen dort Angst haben. Weil mir Friede und Harmonie wichtig ist. Aber ich kann ihnen leider nicht helfen. „Richter stoppt Obamas Toiletten-Vorgabe!“. Mal was lustiges – aber ist das wichtig?

Was mich wirklich betrifft sind Nachrichten, die hier nicht erscheinen. Beispielsweise die Belastung Deines und meines Körpers durch Umweltgifte. Wie Glyphosat. Da betrifft mich die Nachricht sehr, dass unsere Kanzlerin Seite an Seite mit Monsanto für Glyphosat kämpfen will – das kommt allerdings nicht in den Mainstream. Oder das große Bienensterben – eine globale Bedrohung für die Ernährung der Menschheit. Der Klimawandel mit seinen für Dich und mich direkt spürbaren Folgen. Das Artensterben. Ressourcenknappheit durch die wachsende Weltbevölkerung betrifft Dich und mich. Und noch viel mehr…

Schön finde ich die vielen positiven Berichte. Die so gut wie nie in den offiziellen Nachrichten auftauchen. Wie diese von Prof. Pinker, dass unsere Zivilisation immer friedlicher wird. Dass immer mehr Menschen aus Mitgefühl für die anderen Lebewesen auf der Erde sich für eine vegetarische oder sogar vegane Ernährung entscheiden. Dass immer mehr Menschen auf Ökostrom umstellen und so etwas fürs Klima tun. Dass es immer mehr Menschen wichtig ist, Bio-Produkte zu kaufen. Dass wir Menschen es geschafft haben, weltweit das Ozonschädliche FCKW zu verbieten – das ist doch mal ein Hammer!

Der buddhistische Zen-Meister Thich Nhat Hanh hat geraten, sich aus dem Konsum von Gewalt der Medien zu verabschieden und sich nicht diesem Zerrbild hinzugeben. Nachrichten, die mich betreffen, würden mich von selbst erreichen. Und dass wir uns verabschieden vom Konsum von Gewalt in den Medien, allen voran die vielen Filme im Fernsehen, bei denen es um subtile oder offene Gewalt geht.

Diesem Rat bin ich vor zwei Jahren gefolgt. Inzwischen ist der Fernseher verkauft. Zeitungen nutze ich nur noch um den Biomülleimer auszukleiden. Radio höre ich keines mehr, seit Emlar Hörig den SWR3 verlassen hat. Aus dem aufgeregten Online-Dienste „Twitter“ bin ich ausgestiegen. Facebook ist ein in den Hintergrund getretenes Medium zum Verbreiten von meinen Meldungen.

Uninformiert fühle ich mich dennoch nicht. Meine Informationsquellen sind meine soziale Umgebung, die Blogspähre mit tausenden von engagierten Bloggern, einige Newslettern mit für mich wichtigen Themen, verschiedene Internet-Seiten – und natürlich aktive Online-Recherchen wenn mich ein Thema interessiert.

Ehrlich gesagt fühle ich mich wohl in einer friedlicheren Welt.

Was tun?

  • Probiert es aus – verabschiedet Euch für einige Zeit von der Gewalt im Fernsehen. Schaut nur noch schöne Sendungen die Euch wirklich berühren. Und genießt ansonsten die gewonnene Lebenszeit.

 


Titelbild: Lee Jordan / CC-BY-SA-3.0

Heilen wir unsere Ozon-Schutzschicht!

Im Jahr 1986 wurde zum ersten Mal ein saisonales „Loch“ in der Ozonschicht über der Antarktis entdeckt. Könnt Ihr Euch noch daran erinnern, wie das Thema  „Ozonloch“ danach fast täglich in den Medien geisterte?

Wird die Ozonschicht dünner, gelangt mehr UV-B-Strahlung auf die Erde. Die Sonnenanbeter unter uns werden schneller braun bis rot. Die Fälle von Hautkrebs häufen sich. Insgesamt wird unser Immunsystem geschwächt und es treten mehr Gendefekte auf. Für die Wasserbewohner sind die Folgen gravierend, denn UV-B zerstört mit dem Plankton den Ausgangspunkt der Nahrungskette in den Ozeanen. Und für uns Landbewohner kommt es zu verringerten Ernteerträgen, da viele Pflanzen durch höhere UV-B-Strahlung schlechter wachsen.

Damals verging kein Tag in den Medien ohne neue Ozonloch-Schreckensnachrichten. Die Pharma-Industrie half aus durch neue Sonnencremes mit höheren UV-Schutzfaktoren.

Die Menschheit KANN sich zusammen tun und ändern!

Politiker und Wissenschaftler rauften sich ob dieser Schreckensszenerien zusammen. Erstaunlicherweise blieb es nicht nur bei Gerede und Schuldzuweisungen. Sondern es wurde tatsächlich etwas unternommen: Im Montrealer Protokoll von 1987 verbieten die Vereinten Nationen die Herstellung und Verwendung von Substanzen, welche die Ozonschicht schädigen. Weltweit machen 197 Staaten mit. Und so wurde die Zunahme von neuem FCKW in der Atmosphäre drastisch reduziert.

Mir macht das Mut: Bei großen Bedrohungen können wir Menschen uns global zusammen rotten und tatsächlich etwas Positives erreichen (auch wenn wir erst dann konsequent handeln, wenn es fast zu spät ist und der entstandene Schaden bedrohliche Ausmaße angenommen hat…)!

Gefahr gebannt?

Die Welt atmete auf. Aus den Medien verschwand das Ozonloch.

Nüchtern betrachtet ist es für uns und alle anderen Lebewesen auf der Erde nicht wichtig, ob das Ozonloch sich schließt oder nicht. Wichtiger ist die Gesundheit unserer gesamte Ozon-Schutzhülle unseres Planeten. Und der geht es nicht gut: Alle 10 Jahre nimmt die Ozonschicht in der Stratosphäre um über 3% ab. Die UV-B-Belastung nimmt um etwa den gleichen Faktor zu.

Während also unsere Schutzhülle immer dünner wird, leisten Wissenschaftler sich einen Streit, ob sich das Loch schließt oder nicht: Im März 2015 schreckt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit der Nachricht auf, dass das Ozonloch die größte Ausdehnung seit dem Rekordjahr 2006 habe! Es soll mit etwa 26 Mio. Quadratkilometern mehr Raum einnehmen als ganz Nordamerika. Im Sommer 2016 verwirrt ein Spiegel-Bericht mit der genau gegenteiligen Behauptung, dass sich das Ozonloch langsam schließt.

Klar, dass die Politiker zu verwirrt sind, um neue Maßnahmen zu beschließen. Die wären aber dringend notwendig. Und zwar sofort – denn wenn wir abwarten bis wir wissen was stimmt, ist es zu spät.

Wie dringend ein schnelles Handeln ist, zeigt das Beispiel FCKW: Seit dem Montrealer Protokoll und den weltweiten Anstrengungen kommt zwar wirklich wenig neues FCKW in die Atmosphäre. Allerdings ist es damit nicht verschwunden, denn es hat eine Lebensdauer bis zu 85 Jahren. Das FCKW aus dem Jahr 1987 wird somit bis 2072 weiterhin sein Unwesen treiben.

Mit Lachgas ist nicht zu spaßen!

Und: FCKW nicht das einzige Klimagas, welches unsere Ozonschicht angreift. Heute spielt in der Stratosphäre das Lachgas trotz seines lustigen Namens eine traurige Rolle. Denn dieses Gas mit der chemischen Bezeichnung Distickstoffmonoxid (N2O) ist die heute größte Gefahr für die Ozonschicht! Beim Montrealer Protokoll wurde es leider vergessen.

Biokraftwerke und Verbrennung von Biomasse lassen N2O entstehen. Es entströmt den Auspuffen von Autos mit Katalysator. Größter Verursacher ist allerdings unsere intensive Landwirtschaft mit ihrem Einsatz von künstlichem Dünger. Jedes Jahr blasen wir zehn Millionen Tonnen Lachgas in die Atmosphäre. Und das mit Langzeitwirkung: Lachgas hat in der Atmosphäre eine Lebensdauer von 150 Jahren!

Laut dem DLR könnte die Entwicklung des Ozonlochs in Zukunft durch Bromverbindungen beeinflusst werden. Nach aktuellem Kenntnisstand ist eine Einschätzung dieser Problematik derzeit noch nicht möglich. Wie wir inzwischen wissen sollten wir handeln, bevor es zu spät ist.

 

Wir schaffen das!

So haben Bemühungen, eine wachsende Menschheit zu ernähren, durch den Abbau von Ozon genau den gegenteiligen  Effekt. FCKW in den Kühlschränken. Lachgas aus künstlichem Dünger. Das Treibhausgas Methan aus der Milch- und Fleisch-Wirtschaft heizen die Erde an. Wir Menschen verändern die Atmosphäre der Erde, zum Nachteil von uns und allen Lebewesen.

Aber wir können auch anders – das haben wir durch unsere Anstrengungen von 1987 bewiesen.

Helft mit!

  • Kaufe bevorzugt Bio-Produkte. Denn sie setzen kein N2O durch künstlichen Dünger frei.
  • Lasse das Auto im öfters stehen, das vermeidet das klimagiftige Lachgas.
  • Verzichte immer wieder auf Fleisch- und Milchprodukte. Damit kommt weniger Methan in die Ozonschicht. Lies dazu Fleisch: Die Grillsaison für unser Klima.

Der Welt Zeit gewinnen – Klimakompensation

Dem Klima unserer Erde geht es nicht besonders gut. Der CO2-Gehalt steigt seit der Industrialisierung bedenklich an. Die Folgen sind deutlich sichtbar – und ich mache fleißig mit.

Denn schädliche Klimagase blase ich bei jeder Autofahrt in die Umwelt. Der Konsum jeder neuen Ware hat durch ihre Produktion eine stinkende Giftwolke verursacht. Ganz zu schweigen von Flugreisen, die so starke Auswirkungen haben dass ich dieses Verkehrsmittel aus meinem Repertoire gestrichen habe. Und nicht zu vergessen die Viehwirtschaft (darüber habe ich in einem älteren Artikel geschrieben).

Allerdings möchte ich nicht alles aus meinem Leben streichen um Klimaneutral zu werden. Natürlich ist nicht jede Autofahrt absolut notwendig. Aber einige kann ich verdammt gut begründen, auch wenn mein schlechtes Umweltgewissen mit fährt.

Und so hat eben dieses schlechte Umweltgewissen mich dazu gebracht, mich mit dem Thema „Ausgleich von Klimaverschmutzung“ auseinander zu setzen. Fachleute nennen das „Freiwillige Kompensation“. Über acht Prozent der Deutschen haben sich damit auch schon beschäftigt und mindestens einmal ihre Emissionen durch Klimaschutzprojekte „abgegolten“. Flugreisende können das beispielsweise direkt beim Reiseanbieter oder der Fluggesellschaften machen.

Moderner Ablasshandel – Freiwillige Kompensation

Dieses „Abgelten“ funktioniert ähnlich dem Ablasshandel im Mittelalter: Geld bezahlen, Klimasünden getilgt. In unserer modernen Zeit ist es nicht die Kirche, sondern es sind auf  Klimakompensation spezialisierte Organisationen. Den Beichtstuhl ersetzen sie durch  Online-Rechner, mit denen sie die Anzahl von zu kaufenden Klimazertifikaten berechnen. Je nach Organisation kostet so ein Zertifikat zwischen 10  bis 60 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent.

Diese Organisationen bieten typischerweise drei Möglichkeiten, was mit meinem Geld passieren soll:

Renaturierung: Es werden Bäume angepflanzt oder trocken gelegte Moore wieder vernässt. Beide sind tolle CO2-Senken. Das bedeutet, sie lagern die durch mich in die Umwelt gebrachte Menge an Kohlendioxid ein. Diese Renaturierung ist nicht nur toll fürs Klima, sondern es freuen sich viele Tiere über ihren zurück gewonnenen Lebensraum.

Projekte zur Klimaverbesserung: Mein Geld fließt in Projekte, die Klimagase einsparen. Beispielsweise werden damit in Ländern wie Afrika oder China Windkraftanlagen gebaut. Dadurch haben die Menschen dort sauberen Strom und brauchen für ihren steigenden Bedarf nicht noch mehr Kohle oder Diesel verfeuern. Dem Weltklima ist es egal, ob eine in Deutschland begangene Umweltsünde in China ausgeglichen wird. Somit sind die meisten Angebote zum Ausgleichen auch sehr International.

Zertifikate „verteuern“: Es werden Verschmutzungsrechte der Industrie aufgekauft und vernichtetEs gibt nämlich eine unfreiwillige Kompensation in 39 der 194 Ländern der Welt. Dort bestimmen Gesetzte, dass industrielle Klimasünder ihre Luftverschmutzung durch Klimazertifikate wieder ausgleichen müssen. Wenn nun solche Zertifikate gekauft und vernichtet werden, können diese nicht mehr für neue Luftverschmutzungen herhalten. Die verbleibenden Zertifikate werden nach dem Prinzip von Angebot und Nachfrage teurer.

Kritik.

Wurden die Sünden im Mittelalter wirklich getilgt? Und wie verhält es sich mit unsere heutigen Klimasünden? Wer profitiert eigentlich davon?

Nachhaltig ist eine Klimakompensation nur, wenn die Sünden für immer ausgeglichen werden. Und das sind sie definitiv nicht!

Denn Bäume werden irgendwann wieder abgeholzt. Oder verbrennen im trockenen Sommer. Wenn nicht in zehn Jahren, dann vielleicht in hundert. Zumal es sowieso nicht genug Waldfläche gibt, um die Klimasünden der Menschheit auszugleichen. Moore werden wieder trocken gelegt, wenn die Fläche gebraucht wird. Hat die Industrie keine Klimazertifikate mehr oder wird es ihr zu teuer („Wettbewerbsnachteil“), dann werden unsere Politiker der Industrie neue Zertifikate drucken lassen. Oder den Ablasshandel aussetzen.

Es ist egal, wann meine Klimasünden wieder frei gesetzt werden. Selbst wenn es nur in hundert Jahren wäre – Angesichts des Alters der Erde nur ein Augenzwinkern später. Aus Sicht der nächsten Generationen reine Augenwischerei.

Es ist auch klar, dass nicht alles Klimageld beim Klima ankommt. Denn verdienen möchten am Ablasshandel viele. Wie die Erdöl-Gesellschaft, die mir den sündige Sprit beschafft. Die Mitarbeiter einer Ablass-Organisation wie AtmosFair oder Prima-Klima. Die wollen natürlich auch leben. Und am Ende die Menschen, welche sich an einem Aufforstungsprojekt beteiligen. Verdient hat wohl auch derjenige welcher früher die Bäume abgeholzt hat, die ich jetzt wieder anpflanzen lasse. Nicht zu vergessen der Staat, der sowohl bei den abgeholzten Bäumen, beim Sprit als auch bei der Wiederaufforstung seine Steuern kassiert.

Allein Nachhaltig ist der Bewusstseinswandel!

Nachhaltig ist ausschließlich ein Bewusstseinswandel zu einem achtsamen Lebensstil. Nur wenn wir Menschen es schaffen, freundlich und achtsam mit der Erde umzugehen, werden wir es schaffen, das Weltklima und damit die Lebensgrundlage von uns und allen anderen Lebewesen auf diesem Planeten nicht weiter zu schädigen.

Bis dahin ist es ein weiter Weg.

Der viel Zeit benötigt. Während dessen kann die freiwillige Kompensation das akute Klimaleiden des Planeten milden. Und sie schafft bei allen ein im Geldbeutel spürbares Gefühl für ihre persönliche Auswirkungen auf das Klima. In unserer kapitalistischen Gesellschaft nicht zu vernachlässigen.

Ich persönlich möchte nicht bei einer der Kompensations-Organisationen Zertifikate kaufen. Lieber spende ich mein Geld an vertrauenswürdigen Non-Profit-Organisationen, die sich diesem Bewusstseinswandel verschrieben haben. Das sind für mich Organisationen aus dem Bereich Umweltschutz, Achtsamkeit und Nachhaltigkeit.

Und arbeite weiter an meinem persönlichen achtsameren Lebensstil…

Was tun?

 


Titelbild: Bundesarchiv, Bild 183-1989-1228-300 / CC-BY-SA-3.0

Das Ende der Megamaschine

Dieses Buch ist der Hammer, eines von den wenigen, welches ich in den letzten Monaten in nächtlichen Lesungen verschlungen habe: „Das Ende der Megamaschine. Geschichte einer scheiternden Zivilisation“

Geschrieben von Fabian Scheidler (kannte ich bisher nicht), der bei Kontext-TV arbeitet (kannte ich auch noch nicht). In seinem Buch schreibt er im lockerem Stil die Geschichte des Aufstiegs unseres westlichen kapitalistischen Weltsystems und seines beginnenden Untergangs, den wir gerade alle mit erleben. Das Buch ist voll gepackt mit Fakten und Belegen und verliert dennoch nie den roten Faden.

mega-maschineEs hat mich gefesselt und sehr bewegt. Ich sehe nach der Lektüre einiges klarer. So bin der Politik nicht mehr böse, dass sie die Großindustrie und die Banken-Lobby mehr behütet als die Natur und uns Bürger. Dass sie den umweltvergiftenden Kohlestrom schützt, Braunkohletagebau gegen Bürgerwillen umsetzt und TTIP in Geheimverhandlungen durchdrücken möchte.

Das alles ist nach dem Buch sehr verständlich. Denn es ist nicht die Aufgabe des Staates, für uns Bürger ein gutes Leben zu organisieren und uns zu beschützen (das dachte ich früher). Sondern der Staat ist von der Wirtschaft etabliert und instrumentalisiert, um ihr den Weg zum grenzenlosen Wachstum zu ebnen und aus den Bürgern klaglos funktionierende Teile des Wirtschaftssystems zu machen. Dumm nur, dass die Grundlage des Kapitalismus (ständiges Wirtschaftswachstum) auf einem Planeten mit beschränkten Ressourcen einfach nicht funktioniert. Und so hat unsere Wirtschaft uns und den Planeten bereits über den Abgrund gesteuert.

Falls gegengesteuert wird, dann nur, wenn Naturkatastrophen das Wachstum gefährden. Die Allianz steigt aus Kohle aus – nicht weil sie den Planeten schützen möchte, sondern weil mit Kohle einfach kein Geschäft mehr zu machen ist. Verantwortungsgefühl und Nachhaltigkeit sehen anders aus.

Das Ende des Kapitalismus tritt ein, wenn die Wachstumsmöglichkeiten an ihre Grenzen kommen. Diese haben wir seit einigen Jahren in vielen Bereichen überschritten. Umweltkatastrophen, Klimaverschiebungen, Flüchtlingswellen, soziale Unruhen und die Corona-Krise sind die sichtbaren Anzeichen davon. Und das ist erst der Anfang.

Das Buch ist ein „Must-Read“ für alle, die nicht blind funktionierende Teile der Megamaschine bleiben wollen. Dabei hält das Buch auch kritischen Geistern stand, denn die Fakten dort sind meiner Ansicht nach gut belegt und nachvollziehbar.

Wer das Buch haben möchte findet es gebraucht bei Booklooker.de oder neu bei Fairbuch.de, Buch7.de oder Ecobookstore.de.

Bei YouTube gibt der Autor eine kurze Zusammenfassung seines Buches:

Weitere dazu passende Beiträge:

Kleidung richtig spenden – damit Flüchtlinge nicht frieren müssen!

Vor einem Jahr habe ich bei verschiedenen Hilfsorganisationen nachgefragt, wo ich Kleindung spenden könnte. Damals hieß es, dass keine Kleidung mehr angenommen wird.

In die überall aufgestellten Kleidercontainer möchte ich nichts spenden. Denn deren Inhalt landet oft nicht bei den Bedürftigen, sondern in Afrika. Und macht dort den lokalen Markt kaputt. Eine Tonne gebrauchte Kleidung bringt auf dem Markt etwa 1.000€. Ein lohnendes Geschäft. 

Ganz abstrus sind die Sammelaktionen bei denen vor jede Haustür ein Plastikeimer aufgestellt wird. Auf dem Deckel neben dem Foto eines hilflos blickenden Mädchens steht, dass für Bedürftige gesammelt wird. Solche Art von Spenden füllen eher das bedürftige Konto der dahinter steckenden Organisation als dass sie Bedürftigen kleiden.

Vor Kurzem nun war ich im Freiburger Kleiderladen, einer Einrichtung der Vereinigung Freiburger Sozialarbeit e.V. (VFS). In diesem Kleiderladen können sich Bedürftige kostenlos mit Kleidung aus Spenden versorgen.

kleiderladen-leitung

Leiterin vom Kleiderladen (li.), Förderverein (mi.) und VFS vertreten durch Herrn Ferch.

Bedürftige sind Obdachlose, ältere Menschen denen die Rente nicht ausreicht und Harz-IV Empfänger. Und in letzter Zeit die vielen Flüchtlinge.

Über 30 Ehrenamtliche helfen dort mit. Allerdings reichen die Kleiderspenden bei weitem nicht aus, um die über 2.000 Kunden zu versorgen.

Da kommen Männer mit Sandaletten in den Laden – bei Minustemperaturen. Kleine Kinder mit dünnen Halbschuhen und Sommerjäckchen. Klar. Denn sie kommen aus einem Land mit deutlich höheren Temperaturen und sind auf die Minusgrade nicht eingestellt.

Die Bereitschaft zum Spenden in Freiburg ist hoch. Die Leute vom Kleiderladen haben dazu einen eigenen Container aufgestellt. Und man kann auch Spenden direkt am Hintereingang abgeben.

Trotz der hohen Spendenbereitschaft fehlt es an Vielem. Auch deshalb, da im Winter eher die Sommersachen der letzten Saison gespendet werden. Diese werden vom Kleiderladen bis zum Sommer gebunkert – und so fehlt es weiterhin an wärmenden Winterschuhe, dicken Jacken und sonstiger warme Bekleidung. Es fehlen auch Regenschirme. Die Menschen warten ohne Regenschutz bei strömendem Regen bis auf die Knochen durchnässt vor dem Laden darauf, eingelassen zu werden.

Ausgestattet werden vom Kleiderladen auch die vielen Obdachlosen mit Schlafsack, Isomatte und Rucksäcke. Eine Erstausstattung kostet 120€ – deshalb werden auch Geldspenden dringend benötigt.

Hier eine Liste, was alles dringend benötigt wird:

  • Bettwäsche, große und kleine Handtücher, Decken (es ist kalt in den Notunterkünften)
  • Für Kinder: Kinderhandschuhe, Strumpfhosen, Strümpfe, Kinderwinterjacken, warme Kleidung, warme Winterschuhe, Sportschuhe, Kinderspielsachen
  • Für Männer: Herrenwinterschuhe, Sportschuhe, Winterjacken, Sportbekleidung, Winterpullis, Sweatshirts, Handschuhe, Mützen, Schals, lange Unterhosen.
  • Für Frauen: Damenwinterstiefel, Sportschuhe, Winterjacken, Pullis, Röcke, Hosen, Strumpfhosen, Leggins, Mützen, Handschuhe, Schals, Tücher für die Haare, Socken
  • Teller, Tassen, Töpfe, Gläser, Besteck
  • Gebrauchte Schlafsäcke, Isomatten, Rucksäcke von klein bis groß
  • Regenschirme

Schön finde ich, dass Aldi tatsächlich nicht verkaufte Schuhe einer Aktion an den Kleiderladen gespendet hat. Normalerweise sollte diese nicht verkaufte Ware weg geschmissen werden, alles andere wäre zu teuer. Da kann ich nur ungläubig den Kopf schütteln.

Falls ihr im Großraum Freiburg wohnt und mindestens einen Umzugskarton voll mit Kleiderspenden bekommt, dann hole ich das auch direkt bei Euch ab und bringe es zum Kleiderladen oder einem der ländlichen Flüchtlingsheime. Schreibt mir einfach an hundertsand@gmx.de.

Was tun?

  • Kein Freiburger? Erkundigt Euch, wo Bedürftige sich mit Kleidung ausstatten dürfen und bringt Eure (gewaschene) Kleidung dort hin!
  • Fragt in Kaufhäusern nach, was mit unverkaufter Aktionsware passiert – und regt an, dass diese gespendet wird.
  • Freiburger bringen ihre Kleiderspenden zum Kleiderladen in der Dreikönigstraße 9
  • Seid ihr aus Freiburg oder Umland und könnt Eure Spende nicht direkt dort hin bringen? Ab einem Umzugskarton hole ich es bei Euch direkt ab. Schreibt mir dazu an hundertsand@gmx.de

Lest zu dem Flüchtlingsthema auch „Wie wir die Flüchtlinge vertrieben haben“

https://www.flickr.com/photos/95213174@N08/with/22493820144/

Wie wir die Flüchtlinge vertrieben haben.

In vielen Internet-Foren und in Facebook sind mir mit wachsendem Unbehagen die oft sehr  einseitigen Posts zum Thema „Flüchtlinge“ aufgestoßen. Da wird von „besorgten Bürgern“ verbal und emotional auf Flüchtlinge, Helfende und Politiker eingeschlagen. Andere geben Kontra mit ebensolcher verbaler Gewalt. Gewaltfreie Kommunikation ist das nicht. Ich befürchte, dass ein solcher Schlagabtausch im Cyberspace der Nährboden für Gewalt im realen Leben ist. Solcher Art von Diskussionen vertiefen die bereits bestehenden Gräben noch mehr.

Rassismus und Fremdenhass vernebeln den Blick und lassen den Flüchtling nicht mehr als Mensch mit persönlichem Schicksal, Sorgen und Nöten erkennen, sondern als unpersönliches Objekt. So ist Verstehen schwer möglich. Ich finde es jedoch zu kurz gegriffen, alle „besorgten Bürger“ als Rassist und Fremdenfeindlich zu stigmatisieren. Denn so traut sich keiner mehr, seine Sorgen zu äußern, was man in einer Demokratie doch jederzeit können sollte. So fühlen sich die Menschen weder gehört noch verstanden, was sie noch wütender macht.

Aus einem gewissen Abstand betrachtet wird doch in den meisten Forenbeiträge immer das Gleiche gesagt. Mit mehr oder weniger Emotionen wird dort die Sorge geäußert, dass die Fremden nach Deutschland kommen und Vorteile aus unserem Sozialsystem oder Arbeitsmarkt beziehen. Was wiederum für die Einheimischen zu höheren Steuern, sinkenden Sozialleistungen und weniger Beschäftigung führen könnte. Diese Ängste müssen wir wahrnehmen, auch wenn sie verbal noch so  „ungeschickt“ mit sehr viel negativer emotionaler Energie ausgedrückt werden.

Klar ist, dass die Aufnahme von Millionen von Menschen nicht spurlos an unseren gesellschaftlichen Systemen vorüber gehen kann. Aber – sind wir nicht verpflichtet, die Flüchtlinge aufzunehmen, da wir sie selbst zur Flucht getrieben haben? „Hoppla, was schreibt der denn da?“ mag sich der eine oder andere entrüstet fragen, „ich bin doch nicht Schuld an deren Flucht!“

Doch. Bist Du.

Wieso verlassen denn wirklich so viele Menschen ihre Heimatländer und stürzen sich ins Unbekannte? Wieso begeben sie sich auf die beschwerliche und gefährliche Reise und lassen alles Vertraute und Gewohnte zurück?

Wir waren es, die ihre Flucht ausgelöst haben: Um unseren aufwändigen westlichen Lebensstil führen zu können haben wir durch unsere Wirtschaft und durch unsere Staaten jahrzehntelang die ärmeren Länder ausgebeutet und abhängig gemacht. Dabei setzten wir Mittel ein wie Neo-Liberalismus, rücksichtsloser Raubbau natürlicher Ressourcen, Freihandelsabkommen, Sparpolitik und das globale Verschuldungssystem. Damit haben wir wirkungsvoll Wohlstand von diesen weniger entwickelten Ländern abgezogen und zu uns transferiert. Und weil das in den ausgebeuteten Ländern nicht immer von der Bevölkerung toleriert wurde, haben wir politische Unterdrückung installiert oder zumindest unterstützt – mit all ihren Folgen bis hin zur ethnischen Gewalt. Beispiele gefällig?

Und wir Bürger? Wir haben weg geschaut, vom Wirtschaftswachstum profitiert und uns um die eigenen alltäglichen Probleme gekümmert. Wir haben nicht gesehen und nicht sehen wollen dass ein Großteil der Einwohner in den ärmeren Ländern wegen unseres Wohlstandstrebens ihr Leben als immer weniger lebenswert empfindet. Jeder einzelne von uns hat seine Verantwortung abgeschoben – an die Politik (die sollen halt bessere Gesetze machen), an die Industrie (die sollen halt nicht mehr ausbeuten, aber dennoch billig liefern), grundsätzlich immer an „die anderen“ (die sollen sich kümmern). Hauptsache uns geht es gut und wir müssen uns nicht ändern.

In unserer Verblendung haben wir glauben wollen, dass die extrem ungleiche Verteilung von Lebensstandard auf der Welt schon Ok ist. Wir waren das ja auch schon von Kindesbeinen an gewöhnt.

In der Natur erzeugen Druckunterschiede stets das Bestreben zum Druckausgleich. Den Druck haben wir aufgebaut. Jetzt findet Druckausgleich statt. Jetzt treiben unser Wohlstandsstreben, unsere Ignoranz und unsere deutschen Waffen die Menschen aus ihrer Heimat vor sich her.

Ist es nicht verquer dass wir uns beschweren wenn Flüchtlinge kommen, deren Flucht wir durch unsere ignorante Wohlstandsgesellschaft selbst verursacht haben? Flucht ist kein Spaß! Oder würdest Du gerne Deutschland verlassen? Deine vertraute Umgebung, Wohnung, Freunde und Bekannte? Ich glaube nicht. Es ist kein Urlaub. Und auch kein einfacher Umzug. Fast alles bleibt zurück.

Tatsächlich hätten die meisten von uns genauso gehandelt wie die Flüchtlinge. Ausweglose bittere Armut, unfassbare Gewalt, ständige Angst, Hunger oder Krieg – auch wir hätten es irgendwann nicht mehr ertragen und wären ausgewandert. Ein Blick in die Geschichtsbücher reicht um das zu bestätigen: Auch wir Deutsche sind in der Vergangenheit geflüchtet, als es uns und unseren Familien dreckig ging. Auch wir haben bei Kriegen die Koffer gepackt. Und wie würden wir uns wohl fühlen, im fremden Land dann ausgegrenzt und beschimpft zu werden?

Wenn wir in Deutschland jetzt die Flüchtlinge nicht aufnehmen sondern ausgrenzen, dann zwingen wir sie das zweite Mal zur Flucht in eine Welt, die Gewalt und Kriminalität heißt. Das muss uns bewusst sein.

Was tut Not? Wir müssen endlich aufwachen und erkennen, was wir den anderen Ländern angetan haben und immer noch antun. Wir müssen wahrhaben, dass es nicht Ok ist, wenn Kommerz vor Menschen geht. Wir müssen umdenken, unsere Verantwortung annehmen – als Konsument, Mitarbeiter in Unternehmen, Politiker… als Mensch. Wir selbst machen unsere Welt. Nicht „die anderen“.

Wir alle sind Teil dieser einen Erde.

Was tun?

  • Versetzt Euch in die persönliche Lage der Flüchtlinge. Niemand verlässt sein Land gerne!
  • Grenzt nicht aus, weder die Flüchtlinge noch die „besorgten Bürger“. Steht für Eure Meinung ohne Wertung und Wut. Beide Seiten leiden. Werbt für Verständnis.
  • Konsumiert bewusst ohne Ausbeutung und Nachhaltig. Wechselt zu einer fairen Bank. Kauft Fair-Trade wo Ihr nur könnt – von Nahrungsmitteln bis Kleidung.
  • Setzt Euch ein für ein Verbot von Waffen-Produktion und Waffen-Handel
  • Schaut hin und informiert Euch kritisch darüber, was unsere Industrie und Politik tut. Und macht deutlich, dass Ihr nicht mehr alles hinnehmt. Wir sind mündige Bürger, nicht brave Konsumenten!

Video-Tipp: Hagen Rethers wichtiger Beitrag zur Lage der Gesellschaft

„Wo sind wir bereit, einen Millimeter aus unserer Komfortzone zu rutschen? Wo fangen wir an, mit Trippelschritten die Welt zu verbessern?“.

Wir sind der Souverän. Wir bekommen die Politiker, die wir verdienen. Wir bekommen die Wirtschaft, die Industrie und die ökologischen Folgen, die wir verdienen. Wir machen die Welt. Nicht „die“ anderen.

Hagen Rether spricht es aus. Wie wäre es mit Erwachsen werden?

Auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Gesellschaft. Ein sehr wichtiges Video das aufrüttelt:

Die Amazonas-Indianer sagen über uns westliche Menschen, dass wir in einer Trance leben aus Konsum und Zeitvertreib. Es wird Zeit, dass wir aufwachen.

(Danke Michael M. für den Tipp mit dem Video!)

Vegan auch mit Kindern – mein neuer Blog

Manchmal juckt es mich in den Fingern, mehr zum Thema Ernährung ohne tierliche Bestandteile und ohne Tierleid zu schreiben. Von Banalem wie vegane Rezepten die auch Kinder mögen, Tipps für „Vegan-Einsteiger“ bis hin zu politischen Beiträgen. Das passt nicht zu Hundertsand. Das passt nicht zu Hundertsand, also habe ich mich zurück gehalten.

Bis jetzt: In meinem neuen Blog „HundertMalVeggie“ befasse ich mich mit genau diesen Themen: Vegan auch mit Kindern.

Schaut mal vorbei: hundertmalveggie.wordpress.com!

Bewusstseinswandel für eine nachhaltige Gesellschaft

Ich finde es sehr erfreulich, wie sich in letzter Zeit das Bewusstsein bei vielen Menschen bezogen auf die persönliche Verantwortung für unsere Umwelt geändert hat.

Vor kaum 10 Jahren haben ich und mein Umfeld unsere Verantwortung auf „die da oben“ abgeschoben: Auf Politiker, Wirtschafts-Bosse und insgesamt „die Mächtigen“. Die sollten endlich mal etwas tun, um die Welt zu retten. Dabei waren wir einfache Bürger es, die im hilflosen Konsumrausch die Marschrichtung vorgaben.

Inzwischen achten immer mehr Menschen in meinem Umfeld auf Bio-Produkte, versuchen weniger bis kein Fleisch zu essen, reduzieren Plastikmüll und gehen achtsamer mit ihrem Konsumverhalten um. Öko-Strom, grüne Geldanlagen und nachhaltige Produkte sind keine Alleinstellungsmerkmale der Grünen mehr.

Dieser Bewusstseinswandel ist sehr schön zu beobachten. Politik und Wirtschaft reagieren stärker darauf. Allerdings, bis zur wirklich nachhaltigen Gesellschaft ist es noch ein weiter Weg, den wir aktiv begleiten müssen.

Dazu müssen wir noch mehr Menschen überzeugen, selbst etwas zu tun. Nur dann bekommt der Bewusstseinswandel das notwendige Momentum.

Was tun?

Lebt einen bewussten Umgang mit der Umwelt vor. Das ist die beste Überzeugungs-Arbeit. Und begeistert Freunde und Bekannte, es Euch gleich zu tun! Auch wenn nicht alle sofort ihr Leben ändern werden, schon ein Anregen zum Nachdenken bewirkt ungemein viel.

Erstaunlich finde ich, was globale Netzwerke wie Avaaz bewirken. Schließt Euch solchen Bewegungen an – das hilft der Politik und Wirtschaft, sich zu verändern.

Etablierte Organisationen wie Greenpeace sind sehr aktiv bei der Umgestaltung der Gesellschaften und werden durch unsere Unterstützung stark. Unterstützt eine Organisation, die sich für die Umwelt, Fairness und gegen Korruption einsetzt.

Konflikte wegen Sand

SandEigentlich dachte ich, Sand gibt es wie „Sand am Meer“. Wusstet ihr, dass dem nicht so ist – und dass es schon internationale Konflikte wegen Sand gegeben hat?

Wikipedia.de:

Durch das weltweite Bevölkerungs- und Städtewachstum und die damit verbundene Bautätigkeit besteht eine enorme Nachfrage nach diesen speziellen Sanden [Anm.: Quarzsand], deren natürliche Vorkommen zunehmend zur Neige gehen. Dies führt teilweise bereits zu internationalen Konflikten.

Konflikte wegen Wasser, davon wusste ich. Aber wegen Sand? Der Wüstenstaat Dubai importiert Sand. In Indien gibt es die Sandmafia. Es gibt sogar einen Film darüber: http://sand-wars.com. Unsere Welt ist schon komisch.