Impfen

Was hat „Impfen“ mit Nachhaltigkeit zu tun? Ich meine: eine ganze Menge. Denn es geht um unsere Gesundheit, wie bei vielen anderen Themen aus meinem Blog auch.

Seit mein Kleinster geboren worden ist, treibt mich und Frau Hundertsand die Frage um: Impfen oder nicht? Bei meinen beiden ersten Kindern habe ich es so gemacht wie vielleicht sehr viele andere Eltern auch: Ich habe auf den Rat unseres Kinderarztes gehört, mir nicht all zu viele eigene Gedanken darüber gemacht und so sind die Kinder „Standardmässig“ geimpft.

Jetzt ist alles anders. Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema beschäftigt. Und bin erschrocken, wie emotional darüber diskutiert wird. Und bin entsetzt, dass für ein so wichtiges und in unsere Gesundheit eingreifendes Thema so wenige wirklich stichhaltigen Beweise existieren.

Und so wuchern Bücher, YouTubes, Webseiten, Internet-Foren und andere Medien von Impfgegnern, Impfkritikern, Impfbefürwortern und denen, die ausgleichen wollen. Alle verwenden mehr oder weniger die selben dürftigen Daten und interpretieren sie für ihre Zwecke. Die meisten hauen emotional aufeinander ein und werfen sich immer die selben Argumente um die Ohren. Eine solche unsichere Faktenlage gibt Auftrieb von Verschwörungstheorien, die gerne und immer wieder kolportiert wird.

Nach langer Recherche bin ich einfach nur frustriert, wie wenig unsere  Wissensgesellschaft tatsächlich weiß. Und ich habe meine eigene Meinung gebildet;

  • Ich bin überzeugt, dass manche der Impfungen das Ausbrechen von spezifischen Krankheiten unterdrücken. Beispielsweise Masern. Ich zweifle stark an, dass das bei allen Impfungen zutrifft.
  • Ich weiß, dass Impfungen keinen 100%-Schutz bieten. Wenn Geimpfte erkranken, wird das als Argument angeführt. Als Zahl wird teilweise von „95-prozentigem Schutz“ gesprochen. Für diese Aussage habe ich keinen stichhaltigen Beleg gefunden. Ich bin mir sicher, dass die Schutzwirkung von Impfungen weitaus geringer ist, als behauptet wird.
  • Ich weiß, dass Impfungen negative Wirkungen auf den Impfling haben. Ich kenne Kinder, die in den Wochen nach den Impfungen gelitten haben und krank waren. Mein ältester Sohn hatte nach seiner Impfung wochenlang eine dicke heisse Beule an der Einstichstelle. Ich weiß von mindestens einer Person, die nach Impfung im Rollstuhl sitzt – ein sogenannter „Impfschaden“.
  • Ich befürchte, dass Impfungen langfristige negative gesundheitliche Folgen haben. Diese können zur Zeit nicht wissenschaftlich untersucht werden, die Gerüchteküche kocht ihr eigenes Süppchen. Es kann weder belegt noch widerlegt werden.
  • Ich bin mir sicher, dass Impfungen von Babys vor dem ersten Lebensjahr eine absolute Überlastung für die kleinen Körper darstellt.

Jetzt weiß ich nach nächtelanger Lektüre und Recherche noch weniger als ich vorher zu Wissen glaubte: Wird die Impfung meinem Kind schaden? Vielleicht. Wird das Unterlassen der Impfung meinem Kind schaden? Vielleicht. Ziemlich blöd.

Liebe Eltern: Wer nicht dem Mainstream folgen will und sich auf die Suche nach verlässlichem Wissen zu Impfungen begibt, wird sich am Ende ziemlich alleine vorkommen. Und seiner Intuition folgen müssen. So wie wir auch.

Weil das Thema polarisiert, ein Nachsatz an die Impfgegner, Impfkritiker und Impfbefürworter, die hier kommentieren möchten: Emotionale Kommentare und Beschimpfungen werde ich löschen. Eigene Erfahrungen sind herzlich willkommen.


Titelbild By Deutsche Fotothek‎, CC BY-SA 3.0 , Link

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4 Gedanken zu „Impfen

  1. Micha

    Ich bin eigentlich sehr kritisch gegenüber der Pharmaindustrie eingestellt, aber nach viel Recherche zum Thema Impfen haben meine Frauund ich uns entschlossen, unseren Zwerg impfen zu lassen. Nicht gleich, wie empfohlen, in den ersten Wochen, aber ich glaube, mit 4 Monaten gings los.
    Die einzige Impfung, die wir weggelassen haben, war die gegen Rotaviren. Das schlimmste, was passieren kann, wäre krasser Durchfall, bis hin zur Intensivstation – aber nichts dauerhaft schädliches. Anders sieht es bei allen anderen Impfungen aus – Masern, Kinderlähmung, usw. Ich musste einfach einsehen, dass die Gefahr beim Erleiden einer dieser Krankheiten viel größer ist, als die Gefahr eines Impfschadens. Und der Kleine hat bisher alle Impfungen super vertragen. Ich denke, wir haben richtig entschieden.

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    1. Martin Autor

      Hallo Micha. Danke für Deinen Kommentar. Bei der Einschätzung der Gefahr von Krankheiten und auch Impfungen gehen die Meinungen weit auseinander. Ich finde es gut, dass Ihr Euch bewusst für Euren Weg entschieden habt und nicht blind den offiziellen Empfehlung folgt. Liebe Grüße, Martin

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  2. Björn

    Hallo Martin,

    vielen Dank für Deinen Beitrag zum Thema Impfen, in dem ich mich mit meinen Erfahrungen Gefühlen prima wiederfinde. Ich bin der Meinung, dass die individuelle Konstitution durch Umwelteinflüsse und genetischen Gebenheiten eine große Rolle spielt, wie ein Mensch eine Impfung verkraftet. Ebenso der Zeitpunkt der Impfung. Habe ich als Kind die Impfungen körperlich noch relativ gut vertragen, sah das als Erwachsener nach einer nicht ganz ausgeheilten Infektion anders aus, so dass eine normale Grippeimpfung das ganze System komplett zum kippen gebracht hat, wovon ich mich bis heute noch nicht vollständig erholen konnte. Wie Du dir vielleicht vorstellen kannst, bin ich bei dem Thema sehr vor- und umsichtig geworden, ohne Impfungen komplett zu verdammen.

    Was ich nach den Studien, die ich aus den USA wahrgenommen habe, für sehr problematisch halte, sind die Mehrfachimpfungen bei den ganz Kleinen. Auch mein Verstand wie die Intuition sagt mir, dass eine Belastung des Körpers auf diese Weise zuviel sein kann. Einige Ärzte empfehlen dort vorsichtiger zu impfen.

    Es ist und bleibt eine schwierige Entscheidung und das eigene Bauchgefühl wird da wichtiger denn je – eben weil vieles unklar ist.

    Pauschales Durchimpfen ist für mich zumindest nicht der richtige Weg, komplettes Vermeiden aber wahrscheinlich auch nicht.

    Danke für deine immer wieder tollen, empathischen Texte. Lese immer sehr gerne bei dir,

    Liebe Grüße

    Björn

    P.S. Ein Weg kann sein, mit einem LTT-Test die Immunreaktion auf bestimmte Stoffe testen zu lassen. Bei mir war die Reaktion z.B. auf Tetanus z.B. noch so gewaltig, dass mir von einer Auffrischung noch abgeraten wurde. Es sind natürlich immer nur Momentaufnahmen.

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    1. Martin Autor

      Hallo Björn,
      Danke Dir für Deine Antwort und Deine Wertschätzung! Ich finde Deinen Hinweis auf die LTT-Tests und die Studien aus den USA interessant. Kannst Du mir zu den Studien mehr schreiben (oder die Web-Links geben)?
      Liebe Grüße,
      Martin

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