Minimalismus? – Meine Inventur der Dinge

Angeregt durch eine News auf Utopia.de, wonach der typische Deutsche über 10.000 Dinge besitzen würde, habe ich in einem früheren Beitrag die Behauptung aufgestellt, dass ich bei deutlich unter 1.000 Gegenstände liege.

Das zu beweisen stürzte ich mich in die Inventur meiner Besitztümer. Dabei blieb mir Marias Erfahrungsbericht von widerstandistzweckmaessig im Gedächtnis, deren Partner so wie ich der Meinung war, kaum etwas zu besitzen – was beim Nachzählen schnell widerlegt wurde: „Die Anzahl der Dinge, die man besitzt, wird leicht unterschätzt“. Wie wahr!

250 Dinge beherberge ich allein im Schlafzimmer. Darunter 21 Kleiderbügel, von denen 12 unbenutzt auf dem Boden des Kleiderschrank auf ihren Einsatz warten. Wahnsinnige 60(!) T-Shirts! Die Hälfte davon ziehe ich nicht mehr an, da sie alt und verwaschen sind, nur war ich bisher einfach zu faul sie auszusortieren.

Das Wohn- und Esszimmer inklusive Geschirr und Besteck trägt weitere 435 Dinge dazu, darunter 161 Bücher. Und Unnützes (aber schönes) wie 37 Muscheln und Steine, die meine Kinder und ich gesammelt und im Bücherschrank drapiert haben.

Die Küche bringt mit über 300 Dingen mich bedrohlich nahe an die 1.000 Besitztümer. Und noch ist nicht alles gezählt.

Ich gebe mich geschlagen – ich besitze über 1.000 Gegenstände. Wirklich erstaunlich, wie sehr ich mich hier falsch eingeschätzt habe. Auch wenn bis zu den „durchschnittlichen 10.000“ Gegenständen noch ein weiter Weg ist. Dennoch finde ich, dass ich zu viel besitze.

Da passt auch sehr schön das Zitat von Mahatma Gandhi, welches ich auf dem Blog Minimalismus Leben gefunden habe:

„Man soll weder annehmen noch besitzen, was man nicht zum Leben braucht.“ (Mahatma Gandhi)

Ich werde mich von einigen Dingen trennen. Das fällt nicht einmal schwer, denn bei der Inventur ist mir so Vieles in die Hände gekommen was schon lange nicht mehr in Verwendung war. Es ist einfach ein schönes Gefühl, Ballast abzuwerfen. Bei der nächste Inventur bleibe ich dann im dreistelligen Bereich. Wenn ich mich nicht wieder verschätze.

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2 Gedanken zu „Minimalismus? – Meine Inventur der Dinge

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Ich musste sehr schmunzeln bei Deinem Beitrag. Gerade die Sache mit der Kleidung unterschätzt man sehr leicht finde ich. Also 60 Shirts ist schon beachtlich 😉

    Nachdem ich mich sehr intensiv mit meinem Kleiderschrank beschäftigt habe und dabei auch bei mir selbst gezählt habe, weiß ich dass ich deutlich mehr als 100 Stück Kleidung (Gesamtjahr, nicht Saison) zum Wohlfühlen brauche.

    In der Klamottenkur, die nun wieder anläuft in der Fastenzeit, werden z.B. 2 BHs für die Ausrüstung für die 40 Tage empfohlen. Damit würde ich nie hinkommen, ich besitze 4 Stück und habe nun auf 6 aufgestockt. Länger als 2 Tage hintereinander trage ich ihn nicht und das würde sich mit dem Waschen nicht ausgehen. Dafür würde ich andere Teile nicht brauchen. Jeder hat so seine persönlichen Prioritäten.

    Viel Erfolg beim weiteren Ausmisten, ich kann mir gut vorstellen, dass eine Inventur dabei sehr gut hilft.

    lg
    Maria

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  2. Pingback: Rasierschaum ohne Müll und Gift. | Hundertsand

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