Mineralwasser aus Plastikflaschen vermeiden.

Dem fast kostenfreien Wasser aus dem Wasserhahn wird gerade in Deutschland eine sehr gute Qualität bescheinigt. Dennoch kaufen viele verpacktes teures Wasser aus dem Supermarkt. Pro Person und Jahr im Schnitt jährlich 137 Liter. Ganz schön viel Verpackungsmüll.

Ist das verpackte Wasser gesünder? Die Mineralien aus dem teuren Mineralwasser sind anorganisch gebunden. Der Körper kann damit wenig anfangen. Und die Stiftung Warentest attestierte Wasser aus dem Supermarkt eine schlechtere Qualität als Leitungswasser. Zudem sondern die PET-Plastikflaschen Acetaldehyd an das Wasser ab, mit der Zeit schmeckt es dadurch leicht süßlich.

Die Flaschen benötigen viel Energie und erzeugen viele Umweltgifte und Treibhausgase bei Herstellung, Transport, Wiederverwertung und Entsorgung – falls sie nicht einfach in die Natur gekippt werden. Durch den mehrfachen Gebrauch sind Mehrwegflaschen für die Umwelt besser – mindestens 25 mal werden solche aus Plastik, 50 mal die Glasflaschen wieder verwendet.

Dennoch werden zu viele Einwegflaschen gekauft. Allein in Deutschland sind sie für 400.000 Tonnen zusätzlichen Plastikmüll verantwortlich! Nach der Rückgabestelle im Supermarkt wird dieser Müll um die Welt verschifft nach Fernost. Dort werden die ehemaligen Wasserflaschen eingeschmolzen zu Polyesterfasern für die Kleidungsindustrie. Das wäre mal ein Blogbeitrag wert zu „wie gesund sind unsere Kleider“.

Also: Wenn schon Wasser kaufen, dann aus Mehrwegflaschen!

Am wenigsten Müll und Umweltgifte erzeugen wir, wenn wir das Wasser einfach aus der Leitung zapfen und bei Bedarf selbst mit Kohlensäure aufsprudeln. Statt Mehrweg- die noch umweltfreundlichere Keinweg-Flasche. Gut für die Umwelt und spart dabei auch noch Geld!

Was tun?

  • Mehrweg- statt Einwegflaschen und so 400.000 Tonnen sinnlosen Plastikmüll vermeiden!
  • Noch weniger Umweltmüll durch unverpacktes Wasser aus dem Wasserhahn
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15 Gedanken zu „Mineralwasser aus Plastikflaschen vermeiden.

  1. widerstandistzweckmaessig

    Hallo!

    Das ist ein Thema wo ich wirklich in die Luft gehen könnte. Leitungswasser ist so gut und ich verstehe einfach gar nicht, warum so viele Menschen Wasser in Flaschen kaufen. Vor allem wenn man dann Wasser ohne Kohlensäure kauft, das hat doch wirklich gar keinen Vorteil gegenüber dem Wasserhahn!

    Wobei Kohlensäure eh schlecht für den Körper ist, es wird nur zugefügt, um das Wasser haltbarer zu machen.

    lg
    Maria

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  2. Martin Autor

    Hallo Maria. Ich finde es auch seltsam, wenn uns etwas als hochwertig verkauft wird, was wir fast kostenfrei haben könnten. Da wären wir dann doch bei der irreführenden Wirkung von Werbung, wie Du in Deinem Blog mal beschrieben hast…

    LG
    Martin

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  3. bettina

    Hallo Martin,
    ich bin gerade über widerstand-ist-zweckmäßig auf Deine Seite gestoßen-danke, dass ihr Euch die Mühe macht und an diesen Themen dranbleibt!
    Wir sind auch schon seit Jahren am Reduzieren/Vermeiden/Ent-Plastik-en/etc. und ich bin immer wieder verwundert, wie wenig man eigentlich braucht und wieviel wir (ver-)brauchen „sollen“….
    VG, bettina

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    1. Martin Autor

      Hallo Bettina,

      ich finde es toll, dass Du auch schon seit Jahren an dem Thema dran bist. Achtsamer Umgang mit Verbrauchsgütern erfordert Umdenken und ist manchmal eine Herausforderung. Beispielsweise Toilettenpapier ohne Plastikverpackung. Ich freue mich über jeden, der auch dieses Ziel verfolgt um unseren ökologischen Fussabdruck zu reduzieren!
      Alles Gute, Martin

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  4. Zora

    Hallo Martin,
    vielen Dank für’s mitmachen bei {EiNab}. Bitte sei noch so gut und füge einen Backlink zur Parade bei Frederike ein!
    So, und jetzt muss ich mal auf deinem Blog stöbern gehen – den kannte ich bis jetzt nämlich noch gar nicht!

    LG Zora

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  5. frederike

    Hi Martin,
    ein wirklich schöner Blog, den du da hast. Ich finde den Titel total gelungen 🙂 Danke auch, dass Du bei unserer Link-party mitmachst. Ich und meine Familie trinken auch ausschließlich Leitungswasser (gerne auch als Tee oder Schorle). Zum Mitnehmen für unterwegs bieten sich dann doch (leider) die Plastikmehrwegflaschen an, die ich mit Leitungswasser auffülle. Die werden dann und wann ausgetauscht, so dass wir nicht ganz auf Plastik-Flaschen verzichten. Wie machst Du das denn, wenn Du unterwegs bist?
    alles liebe, frederike

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    1. Martin Autor

      Hallo Frederike,
      Danke für das Lob, nehme ich gerne an 😉
      Wenn ich mit unterwegs packe ich auch die wiederbefüllten Plastik-Mehrwegflasche ein. Immer öfters, besonders bei Wanderungen, nehme ich die Thermoskanne mit Leitungswasser oder Tee mit. Da bleibt gerade im Sommer das Trinkwasser angenehm frisch.
      Liebe Grüße, Martin

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  6. Pingback: Nach der Linkparty ist vor der Linkparty: {EiNab} geht in die zweite Runde | Verrücktes Huhn - Neues aus dem wahren Leben

  7. Karin

    Stimmt…PET ist mittlerweile ein absolutes NO-GO bei mir. Ich habe lange aus PET Wasser getrunken und nicht gewusst, was ich mir und auch der Umwelt damit antue. Ich trinke jetzt Kranenberger (Wasser aus dem Hahn) – schmeckt und ist viel günstiger.

    Wasser in Flaschen ist eigentlich totale Verarsche (verzeih bitte diesen Ausdruck) und pure Geldschneiderei.

    Schau mal…

    http://reset.org/knowledge/flaschenwasser-%E2%80%93-der-beste-marketingtrick-unserer-zeit

    LG von Karin

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    1. Martin Autor

      Hi Karin. Danke für den coole Link-Tipp auf Reset.org, kannte ich noch nicht. Wobei PET teilweise schon recycelt wird – allerdings nur Down-Cycling unter übelsten Umwelt-Bedingungen als Grundmaterial für Kleidung. Die Getränke-Industrie hat uns hier wirklich viel Werbe-Sand in die Augen gestreut. Immerhin denken einige um. So wie Du! Und bei mit auf der Arbeit haben wir Flaschenwasser ersetzt durch einen Wasserspender, der direkt mit Kohlensäure versetztes Leitungswasser liefert. Nicht nur wir einzelnen können viel tun, sondern auch unsere Arbeitgeber.
      LG Martin

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      1. Karin

        Hallo Martin,

        stimmt…jeder kann und sollte etwas tun. Und es müssen nicht riesengroße Dinge sein. Kleinigkeiten für den Anfang reichen schon. Ich glaube, ich hatte das mal bei widerstandistzweckmäßig (oder war es misseshippie?) geschrieben „Wenn jeder ein Stofftaschentuch anstatt Papiertaschentuch nehmen würde, wäre der Müllberg doch schon kleiner.“
        Gut ist ja, dass inzwischen mehr Menschen darüber nachdenken, was sie ändern könnten und ich hoffe ja, dass es mit der Zeit immer mehr werden. Wenn nämlich diese ganzen nicht so guten Produkte nicht mehr gekauft würden, müsste doch zwangsläufig auch in der Industrie etwas passieren.
        Oder sehe ich das falsch?

        LG von Karin

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      2. Karin

        Hast du zu dem Down-Cycling einen Link?
        Ich möchte nämlich auf meinem Blog bald mal über recycling, upcycling und downcycling schreiben und solche Seiten verlinke ich gerne.

        LG von Karin

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