Schokolade ohne Kinderarbeit kaufen

Schokolade, die süße Versuchung… 11 Kilo essen wir Deutsche davon jährlich. Was mir überhaupt nicht bewusst war ist, wie viel Leid und Elend in der Schokolade steckt. Nun befasse ich mich damit und bin fast sprachlos.

Schokolade besteht zum größten Teil aus Zucker, Fett und Kakao. Letzterer kommt hauptsächlich aus der Elfenbeinküste, Ghana, Malaysia und Brasilien. Da die Nachfrage nach Schokolade steigt und die Kakaoernte nicht hinterher kommt, wird Schokolade immer teurer.

Dennoch leben viele Kakaobauern in bitterer Armut. Von dem Preis einer Schokoladentafel bekommen sie nur magere vier bis sechs Prozent. Deshalb muss der Kakaobauer sparen auf Teufel komm raus. Und das tut er: Ausbeutung, Arbeit unter schlimmsten Bedingungen, Kinderarbeit bis hin zu Kindersklaven. Ja, so etwas gibt es noch im Jahr 2015 – auch wenn wir es ungern wahr haben wollen! Kaum einem mitfühlenden Menschen würde die Schokolade noch schmecken, wenn wir diese Bedingungen sehen würden. Und man kann, beispielsweise im Dokumentarfilm Schmutzige Schokolade.

Da viele Konsumenten aber gerne billige Schokolade wollen und sich wenig für deren Herstellung interessieren, haben viele Menschen in den Schoko-Konzernen hier einen blinden Fleck und konzentrieren sich eher auf Gewinnmaximierung. Die Ausbeutung gibt es zuckersüß in hübsche Verpackungen verhüllt im Supermarkt. Wen kümmert es schon?

Nur wenn uns Konsumenten das alles nicht mehr egal ist, werden die Schokoladen-Hersteller reagieren.

Was können wir tun?

Bewusst Schokoladen-Produkte aus fairem Handel kaufen. Am Besten mit dem FairTrade Siegel. Durch faire Mindestpreise bringt es den Kakaobauern einen Weg aus der Armut und aus der Ausbeutung ihrer Arbeiter. Und es verhindert und verbietet Kinderarbeit.

Faire Schokolade ist teurer. Wer seine eigenen Kinder nicht an sieben Tagen die Woche Stundenlang bei jedem Wetter mit Macheten zur Kakao-Ernte schicken würde, der wird den Preis gerne bezahlen.

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Ein Gedanke zu „Schokolade ohne Kinderarbeit kaufen

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